Golfschläger

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Wer nichts weiss, muss alles glauben. Ein gefundenes "Fressen" für verkaufsorientierte Werbeprofis.

Mythos 1:

Golfschläger neuerster Generation sind besser

Besser ja, aber nur für den Verkauf. In Wahrheit ist die Entwicklung der Golfausrüstung recht schleppend ... und eingedämmt von einem Regelwerk, welches über die Turnierzulassung eines jeden einzelnen Bestandteil Ihres Golfbags bestimmt. Insofern liefern neue Golfschläger nur einen Bruchteil dessen, was Ihnen im Herstellerprospekt versprochen wird. Der selbstabschlagende Golfschläger ist noch nicht Realität - und auch nicht erstrebenswert.

Mythos 2:

Graphiteschäfte sind die beste Wahl

Sicher eine gute Wahl, wenn Sie alt, gebrechlich oder recht zierlich sind. Steht bei Ihnen jedoch Sport und Performance im Vordergrund, dann sind und bleiben Stahlschäfte -zumindest bei den Eisen- die erste Wahl. Graphiteschäfte überzeugen bei reduzierter Schnellkraft und beim Erfordernis einer besonderen Körperschonung.

Mythos 3:

Man benötigt 14 Golfschläger

14 ist die maximale Anzahl Golfschläger, die in der Golfausrüstung enthalten sein darf. 80% der Golfer verwenden davon jedoch im Schnitt nur 4 bis 7 Stück sinnvoll, der Rest ist Balast. Eine gute Golfausrüstung muss deshalb nicht teuer sein, wenn man statt vielen herkömmlichen Golfschlägern wenige sehr gute kauft. Z.B. als Baukastensystem für Golfschläger

Mythos 4:

Je steiler der Loft, desto weiter der Drive

Gerade beim Driver wird Sinnigkeit mit Theorie verwechselt. Theoretisch kann man mit einem steileren Loft (5 bis 9°) weiter schlagen, praktisch fehlt dem normalen Golfer jedoch die Treffqualität, wodurch der Golfball zu wenig Impulsübertragung erfährt und er auch zu wenig Backspin erhält. Ergebnis: der Drive wird flach und kurz. Es ist wie beim Gartenschlauch: je nach Wasserdruck muss man den Strahl höher dirigieren um die maximale Weite zu erreichen. Für die meisten Golfer macht deshalb ein Loft von 10 bis 12° mehr Sinn ... auch damit kann man 200 bis 280 m schlagen.

Mythos 5:

Ein Golfschläger-Schaft kann Weite erzeugen

Dieser Mythos hält sich vor allem bei Drivern. Die Antwort ist aber: nein, ein Schaft kann von sich aus keine zusätzliche (Ball-)Geschwindigkeit erzeugen. Das wäre sonst ein Perpetuum Mobile. Auch die Biegung, die man manchmal sieht, bringt keinen extra Punch, weil sie ja in einer um 90° verdrehten Ebene liegt. Schäfte laden sich nicht auf.

Ein Schaft versorgt den Spieler im Idealfall mit einem postiven Feedback, was wiederum dem Golfer ermöglicht, Rhythmus, Timing und Bewegung optimal zu gestalten. Dies ist dann das einzige, was für Schlagweite verantwortlich ist: ein perfekter Golfschwung.

Das Feedback durch den Schaft ändert sich aufgrund von Gewicht, Torque, Flex und Biegeverhalten. Auf die Impulsübertragung selbst haben Schäfte für Golfschläger keinen Einfluss.